Vorausrettergruppe

Im Jahre 2002 wurde die Vorausrettergruppe des DRK Bruchköbel gebildet.

Voraus-Retter sind laut Definition des Main-Kinzig-Kreises ausgebildete Erst- und Sanitätshelfer, die vor Ort bei den Notfallpatienten qualifizierte Erste Hilfe bis zum Eintreffen des Rettungsdienstes leisten.

Um qualifizierte Hilfe zu leisten kommen in Bruchköbel aber ausschließlich Helfer zum Einsatz die mindestens die Komplette Sanitätsdienstausbildung abgeschlossen und Einsatzerfahrung im Sanitätsdienst gesammelt haben. Der überwiegende Teil unserer Vorausretter kann aber auch eine Rettungsdienstliche Ausbildung und Berufserfahrung im Rettungsdienst oder den Hanauer Notaufnahmen vorweisen.

In Bruchköbel beteiligen sich derzeit 15 ehrenamtlichen Kollegen: 3 Rettungsassistenten, 4 Rettungssanitäter, 1 Rettungshelfer und 7 Sanitätshelfer.

Die Voraus-Retter sind zu unterscheiden vom Rettungsdienst-Hintergrund da dieser die fachlichen und logistischen Anforderungen des Hessischen Rettungsdienstgesetzes erfüllen muss. Die ehrenamtlichen Kollegen sollen das sog. therapiefreie Intervall bis zum eintreffen des Rettungsdienste mit lebensrettenden Sofortmaßnahmen, wie Herz-Lungen-Wiederbelebung, möglichst kurz halten. Daher ist das Einsatzgebiet auch nur auf einen Bereich um den engeren Aufenthaltsort des Helfers beschränkt.

Die Alarmierung erfolgt parallel zum Rettungsdienst, wenn sich für den Einsatzbearbeiter der Zentralen Leitstelle aus der Notfallmeldung ergeben hat, dass der Patient nicht ansprechbar ist (bewusstlos) oder nicht sicher atmet.

Eine Alarmierung bei anderen Einsatzindikationen liegt im Ermessen des zuständigen Disponenten.

Der Einsatzsachbearbeiter der Zentralen Rettungsleitstelle des Main-Kinzig-Kreises in Gelnhausen alarmiert nach Notrufeingang die Einsatzkräfte per Funkmeldeempfänger und Alarm-SMS. Innerhalb kürzester Zeit können die ehrenamtlichen Mitglieder der Voraus-Retter-Gruppe mit ihrer Notfallausrüstung am Ort des Notfallgeschehens eintreffen.

Am Einsatzort geht der Voraus-Retter gemäß den auch für den Rettungsdienst verbindlichen Notfall-Algorithmen des Main-Kinzig-Kreises vor. So sichert der Voraus-Retter die z.B. Atmung und stellt einen Primärkreislauf sicher. Seit 2010 gehört auch die Intubation mit dem Larynxtubus zu den regulären aufgaben der VRG. Weiter weisen die Voraus-Retter nachfolgenden Einsatzkräfte ein und unterstützt den eintreffenden Rettungsdienst, welcher die Patientenversorgung anschließend übernimmt.

Das Konzept im Main-Kinzig-Kreis sieht vor, dass der Voraus-Retter die Einsatzstelle direkt mit seinem privaten Fahrzeug anfährt. Daher wurden die ehrenamtliche Helfer und Helferinnen, mit einer DRK-Jacke oder Weste und einer Notfalltasche ausgestattet die im privat PKW verbleiben. Zusätzlich steht der Voraus-Retter-Gruppe auch ein Automatischer externer Defibrillator zur Verfügung der je nach Schicht und Urlaubszeiten in der Gruppe zirkuliert.

Da sich häufig Helfer in den Räumen des DRK Bruchköbel in der Hauptstraße 75 aufhalten kann aber auch oft der RTW RK MK 6-85-1 mit seiner ganzen notfallmedizinischen Ausstattung oder ein anderes Fahrzeug des DRK zum Einsatz kommen.

Da es keinerlei Aufwandsentschädigung für Einsätze der VRG seitens des Landes, des Kreises oder der Krankenkassen gibt wird das gesamten Notfallequipment durch die DRK Bereitschaft Bruchköbel gestellt. Diese Summe erstreckt sich für die Erstausstattung eines Helfer mit Funkmelder, Jacke und Notfalltasche im Bereich von 1500-2000€

Die letzten zehn Einsätze im Rahmen der Vorausrettergruppe:

[catlist name=vorausrettereinsatz numberposts=10]