Kreisauskunftsbüro

Die Aufgabe des Kreisauskunftsbüro (KAB) ist es, berechtigten Personen Auskunft über den Verbleib von Betroffenen einer Katastrophe oder eines Großschadensereignisses geben zu können.
Nur eine genaue Registrierung aller Betroffenen durch die Einsatzkräfte und die zentrale Zusammenführung aller Daten ermöglicht eine schnelle und effektive Auskunftserteilung. Die bundeseinheitlichen Registrierunterlagen des Deutschen Roten Kreuzes werden von den Helfern des Kreisauskunftsbüros in die sogenannte „Katastrophenkartei“ einsortiert. Zusätzlich werden Suchanfragen aus der Bevölkerung entgegen genommen. Treffen Suchanfragen und Meldungen über betroffene Personen in der Katastrophenkartei zusammen, kann eine Auskunft über den Aufenthaltsort gegeben werden.
Das manuelle Führen der Katastrophenkartei wird seit einigen Jahren durch die Einführung eines KAB-EDV-Programmes unterstützt. Mit Hilfe dieses Programmes ist das Kreisauskunftsbüro in der Lage wesentlich schneller die Anfrage der Angehörigen beantworten zu können.
Die vorgestellten Suchdienstaufgaben sind humanitäre Aufgaben, die zu keiner Zeit an Aktualität verloren haben und auch zukünftig notwendig sein werden.

Der Leitsatz aus dem Protokoll der Internationalen Rotkreuz-Konferenz 1948 in Stockholm „Ungewißheit über den Verbleib eines lieben Menschen ist genauso schwer zu ertragen wie physisches Leid“ hat auch heute nach über 50 Jahren nichts von seiner Bedeutung verloren.

Das Kreisauskunftsbüro ist im Konfliktfall der Suchdienst auf Landkreisebene und wird im Katastrophenfall im Auftrag der Länder gemäß den Katastrophenschutzgesetzen als gemeinsame Auskunftsstelle aller beteiligten Hilfsorganisationen tätig.

 

Das DRK Bruchköbel stellt im Einsatzfall die Führung des Kreisauskunfsbüros mit der Leiterin Tanja Schana. Weiterhin wird Sie durch zusätzliches Personal unterstützt.