Führungskräfte unterstützen bei Evakuierungsmaßnahmen während Bombenentschärfung in Frankfurt

Bereits am Donnerstag, als die Stadt Frankfurt die Entschärfung der 1,8 Tonnen schweren Weltkriegsbombe für Sonntag ankündigte, stellten sich die ehrenamtlichen DRKler darauf ein die Hilfsorganisationen in Frankfurt bei der Evakuierung zu unterstützen. Zu diesem Zeitpunkt steckten die Bruchköbeler Rotkreuzler bereits voll in der Vorbereitung für den Sanitätsdienst des dreitägigen Bürgerfest in Hanau. Hier besetzte der Ortsverein Bruchköbel, über das gesamte Wochenende, eine Unfallhilfsstelle, einen Rettungswagen, sowie sieben Kräften in der Küche, die die Verpflegung der bis zu 60 Einsatzkräfte von DRK, Feuerwehr, Polizei und Stadtpolizei sicher stellten.

Gegen 15 Uhr am Sonntag erreichte schließlich die Zugführung des 1. Betreuungszuges des Main-Kinzig-Kreises die Anforderung die Katastrophenschutzeinheit gegen 17 Uhr in den Einsatz zu bringen. Angefordert wurde Personal in Zugstärke (25 Rotkreuzler), um die Kameraden aus dem Altkreis Gelnhausen, die bereits seit den Morgenstunden im Einsatz waren, abzulösen. Ziel war die Halle 1 der Messe Frankfurt. Diese war zur Versorgung von bis zu 6.500 evakuierten Anwohner vorbereitet und ausgestattet worden.

Auf Grund des parallel laufenden Sanitätsdienstes am Bürgerfest musste das Personal teilweise dort angezogen und durch andere Kräfte ersetzte werden. Auch zwei Gruppenführer des DRK Bruchköbel wurden hierbei aus dem Sanitätsdienst ausgelöst, um die Zugführung beim Einsatz in Frankfurt zu unterstützen.

Vor Ort übernahmen die beiden Führungskräfte die Koordination der Helferinnen und Helfer in den Bereichen „Betreuung“ und „Verpflegung“. Dazu zählten natürlich die Versorgung der untergebrachten Anwohner, die Dokumentation und Weitergabe der aktuellen Belegungszahl der Halle, sowie die persönliche Betreuung von vor allem älterer Personen.

Bevor die Einsatzkräfte aus dem Main-Kinzig-Kreis gegen 22:30 Uhr den Einsatz beenden konnten, mussten jedoch noch ungeplante Rückführungen organisiert werden. Dies Betraf einige Rentner, deren Kräfte, nach über 14 Stunden Evakuierungsdauer, erschöpft waren und eigenständig unmöglich den Heimweg antreten konnten.

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